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So lernst du mit dem Aufgabenregister

Rechtserhebliche Ansprüche erkennen und sauber nach Schema prüfen: zwei Dinge, die du hier gleichzeitig übst.

2 min Lesezeit

Hier findest du Teilfälle im Stil der Altklausuren. In jedem Sachverhalt geht es um einen bis drei rechtserhebliche Ansprüche. In der Altklausur bekommst du mehrere solche Sachverhaltsstücke, und in jedem stecken ebenfalls zwei bis drei rechtserhebliche Ansprüche.

Dabei ist es sehr wichtig zu lernen, welche Ansprüche rechtserheblich sind und welche nicht. In der Prüfung gibt es für unerhebliche Ansprüche keine Punkte. Vielen fällt es schwer, die richtigen zu finden: Sie prüfen unerhebliche Ansprüche, verlieren damit Zeit und bekommen dafür nichts.

Warum gerade diese Ansprüche

Welche Ansprüche erheblich sind, ist kein Zufall. Es hat einen pädagogischen und einen juristischen Grund. In der Anwaltspraxis hörst du oft Sätze wie „schlüssige Klage“, „rechtserhebliche Einwendungen“ oder „Rechtssubstanz des Vorbringens“. All diese Begriffe meinen genau diese Fähigkeit: zu erkennen, was rechtlich relevant ist und was nicht.

Beispiel

Ein Kunde kauft in einer Trafik eine E-Zigarette. Zuhause fängt sie Feuer.

Rechtserheblich
  • Gewährleistung
  • Irrtum
  • Schadenersatz
Unerheblich
  • Produkthaftung gegen die Trafik
  • Rücktritt vom Kaufvertrag
  • laesio enormis
  • Sittenwidrigkeit

Mit dem Aufgabenregister triffst du also doppelt: Du übst, die erheblichen, punkteträchtigen Ansprüche schnell zu erkennen, und du übst, sie richtig nach Schema zu prüfen. Auch die Auflösungen folgen Prüfungsschemata; sie ergeben sich aus der Analyse vieler echter Klausuren.

So gehst du vor

  1. Lies den Sachverhalt. Oben steht, wie viele rechtserhebliche Ansprüche er hat; such sie, bevor du weiterklickst.
  2. Unsicher? Drück einmal auf das i: Du siehst, wer gegen wen.
  3. Drück noch einmal: Du siehst, worauf und woraus, also die Anspruchsgrundlage.
  4. Prüf jeden Anspruch selbst nach Schema, dann öffne die Auflösung und vergleiche Schritt für Schritt.

Je nach Stufe

Die gute Nachricht: Verglichen mit vielem, was man im Zivilrecht lernt, ist diese Fähigkeit nicht schwer. Sie kommt mit der Zeit.

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